Traubensorte
Chasselas
Die weisse Leitsorte der Romandie
Auf Helvitic kaufen Sie Ihren Chasselas direkt bei den Weingütern, die ihn keltern – geliefert zu Ihnen nach Hause (Gratislieferung ab CHF 150.– pro Weingut) oder zur Abholung im Weingut. Der Chasselas ist die grosse weisse Traubensorte der Schweiz: dezent und fein, gibt er sein Terroir wieder wie keine andere.
Im Wallis Fendant genannt, zeigt er sich an jedem Hang anders: mineralisch und straff im Lavaux, blumig an der La Côte, salzig in Neuenburg. Er ist der natürliche Begleiter von Fondue, Raclette und Fischen aus dem See – und einer der wenigen grossen Weissweine der Welt, die man ebenso gern zum Apéro trinkt.
Wo der Chasselas in der Schweiz wächst
Der Chasselas ist die meistangebaute weisse Rebsorte der Schweiz. In der Waadt gibt ihm jede Gegend einen eigenen Charakter: das Lavaux mit seinen Terrassen, seit 2007 UNESCO-Welterbe, und den Grands Crus Dézaley und Calamin; La Côte zwischen Lausanne und Genf (Féchy, Mont-sur-Rolle); das Chablais (Aigle, Yvorne). Im Wallis heisst er Fendant. Er wächst auch in Genf, rund um den Neuenburger- und den Bielersee und im Vully.
Fendant, Gutedel, Dézaley: eine Traube, mehrere Namen
Der Name wechselt mit der Region, nicht mit der Traube. Im Wallis heisst der AOC-Chasselas Fendant. In der Deutschschweiz und in Deutschland sagt man Gutedel. In der Waadt steht auf der Etikette oft der Ort statt der Sorte: Ein Épesses, ein Saint-Saphorin oder ein Yvorne sind Chasselas. Wer zwei Flaschen vergleichen will, achtet auf Appellation und Gemeinde: Dort liegen die Unterschiede.
Wie Chasselas schmeckt
Eine zurückhaltende Sorte, die den Boden sprechen lässt. Typisch sind Lindenblüte, weisse Blüten und Birne, manchmal ein mineralischer Ton oder ein Hauch Feuerstein. Die meisten Schweizer Chasselas machen den biologischen Säureabbau, der die Säure mildert und für die bekannte Rundheit sorgt. Manche behalten ein leichtes Perlen.
Man trinkt ihn meist jung, und das oft zu Recht. Chasselas aus den grossen Lagen, allen voran der Dézaley, reifen aber über mehrere Jahre und entwickeln Noten von Honig und Trockenfrüchten.
Häufige Fragen – Chasselas
Was ist der Unterschied zwischen Chasselas und Fendant?
Bei der Traube keiner: Fendant ist schlicht der Walliser Name des Chasselas, reserviert für Weine der AOC Wallis. Anderswo – Waadt, Genf, Neuenburg – trägt der Wein den Namen der Sorte oder seiner Appellation (Épesses, Féchy, Dézaley …).
Wozu passt ein Chasselas?
Er ist der Fondue- und Raclette-Wein schlechthin: Seine Frische gleicht das Fett des Käses aus. Ebenso gut begleitet er Fische aus dem See (Egli, Felchen), Krustentiere, Spargeln und den Apéro.
Bei welcher Temperatur serviert man einen Chasselas?
Zwischen 8 und 10 °C: kühl genug, um seine Lebendigkeit zu bewahren, nicht zu kalt, damit die feinen Aromen nicht verdeckt werden. Nehmen Sie die Flasche etwa zehn Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank.
Was ist Gutedel?
Gutedel ist der deutsche Name des Chasselas, gebräuchlich in der Deutschschweiz und in Baden. Die Traube ist dieselbe, nur der Name ist anders.
Kann man Chasselas lagern?
Die meisten trinkt man innerhalb von zwei bis drei Jahren, wegen ihrer Frische. Chasselas aus den Waadtländer Grands Crus wie dem Dézaley lassen sich länger lagern und gewinnen an Komplexität.
