Gönnen Sie sich einen Completer zu feinem Fisch oder Jakobsmuscheln: Der trockene Bündner Weisswein ist voll, sehr säurebetont und duftet nach Quitte, reifem Apfel und Honig. Die Sorte ist seit 1321 in Malans belegt, bleibt selten und wächst vor allem in der Bündner Herrschaft. Auf Helvitic kaufen Sie künftig direkt beim Weingut.
Bestellungen sind möglich, sobald die Online-Zahlung ihre Testphase abgeschlossen hat. Dann verkauft jedes Weingut seine eigenen Flaschen.
Wie schmeckt Completer?
Swiss Wine Promotion, die Organisation zur Förderung der Schweizer Weine, beschreibt komplexe Aromen von Quitte, reifem Apfel, Pflaume und Honig. Am Gaumen ist er ganz trocken und voll.
Auffällig ist seine sehr hohe natürliche Säure, die Frische, die den Mund wässrig macht. Dazu kommt eine leichte Neigung zur Oxidation: An der Luft entwickelt er einen gereifteren Charakter. Ein kräftiger Weisswein, weit weg vom leichten Apérowein.
Woher kommt der Name Completer?
Vom lateinischen Completorium, dem Abendgebet der Mönche, auf Deutsch Komplet. Laut Swiss Wine Promotion durften die Benediktiner danach schweigend ein Glas davon trinken. Wikipedia nennt die Mönche des Churer Domkapitels, die den Wein zur Stärkung tranken.
Weinbau ist in Malans seit 926 belegt, der Completer selbst wird dort 1321 erstmals namentlich erwähnt.
Wo wächst Completer?
Vor allem in der Bündner Herrschaft, dem Weinbaugebiet im Norden Graubündens, rund um Malans und Fläsch. Die spät reifende Sorte profitiert vom Föhn, dem warmen, trockenen Fallwind aus den Alpen. Gemäss Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) liegt mehr als die Hälfte der Schweizer Fläche in Graubünden, etwa ein Viertel im Wallis.
In den 1960er-Jahren war der Completer fast verschwunden: Seine markante Säure war nicht mehr gefragt. Im Oberwallis überlebte er unter den falschen Namen «Kleiner» und «Grosser Lafnetscha». Der Lafnetscha, eine weitere Walliser Rarität, stammt übrigens von Humagne Blanche und Completer ab.
Wozu passt Completer, und wie lange lässt er sich lagern?
Servieren Sie ihn zu Fisch mit feinem Fleisch wie Steinbutt, Seezunge oder Petersfisch, zu Langustinen oder Jakobsmuscheln, wie es Swiss Wine Promotion empfiehlt. Seine Säure schneidet durch die Butter einer Sauce und die Fülle der Krustentiere.
Dieselbe Säure verleiht ihm laut Swiss Wine Promotion ein grosses Alterungspotenzial. Unsere Seite zur Bündner Herrschaft stellt die Region vor, unsere Seite zur Humagne Blanche den anderen Elternteil des Lafnetscha.