Zum Hauptinhalt springen

Gamay, der leichte, fruchtige Rotwein der Westschweiz

Die dritthäufigste rote Sorte des Landes, von Fully bis Genf

Hand mit einer reifen Gamay-Traube mit blauschwarzen Beeren an einem alten Rebstock in der Touraine (Frankreich)
Foto: titou.net, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons (Lizenz)
Auf dieser Seite
  1. Wie schmeckt Gamay?
  2. Gamay oder Pinot Noir: Was ist der Unterschied?
  3. Wo wächst Gamay in der Schweiz?
  4. Wozu passt Gamay?
  5. Welche Trinktemperatur, und wie lange lagern?
  6. Rebfläche in der Schweiz
  7. Das Wichtigste
  8. Häufige Fragen: Gamay

Servieren Sie einen Gamay leicht gekühlt zu Geflügel, Aufschnitt oder Weichkäse: Der leichte Rotwein duftet nach Kirsche, Himbeere und Erdbeere und hat wenig Tannin. Als dritthäufigste rote Sorte der Schweiz wächst er im Wallis, in der Waadt und in Genf. Auf Helvitic kaufen Sie künftig direkt beim Weingut.

Bestellungen sind möglich, sobald die Online-Zahlung ihre Testphase abgeschlossen hat. Dann verkauft jedes Weingut seine eigenen Flaschen.

Wie schmeckt Gamay?

Gamay ergibt fruchtige, leichte Rotweine, geschätzt für ihre Frische. Swiss Wine Promotion, die Organisation zur Förderung der Schweizer Weine, nennt Kirsche, Himbeere und Erdbeere, oft mit einem Hauch Pfeffer oder Veilchen.

Die Säure ist ausgeprägt, die Tannine sind leicht: Er macht den Mund kaum trocken. Swiss Wine Valais, der Branchenverband der Walliser Weine, beschreibt eine violette Farbe und einen saftigen, fröhlichen Wein mit lebhafter Frucht ohne Schwere.

Gamay oder Pinot Noir: Was ist der Unterschied?

Gamay stammt vom Pinot Noir ab: DNA-Analysen von 1999 zeigen eine natürliche Kreuzung aus Pinot Noir und Gouais Blanc. Laut Swiss Wine Promotion hat er oft eine blumigere Nase, eine ausgeprägtere Mineralität und eine etwas lebhaftere Säure als der elegantere, komplexere Pinot Noir.

Dank höherer Erträge ist er meist günstiger. Beide Sorten finden sich in der Dôle, dem Walliser Rotwein aus Pinot Noir und Gamay, und im Salvagnin, einem Waadtländer Rotwein. Unsere Seite zum Pinot Noir stellt die andere Sorte der Dôle vor.

Wo wächst Gamay in der Schweiz?

Fast nur in der Westschweiz. Gemäss Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) ist er die dritthäufigste rote Sorte des Landes; praktisch die ganze Fläche teilen sich Wallis, Waadt und Genf. Die Grafiken auf dieser Seite zeigen die Zahlen.

Er kam im 19. Jahrhundert aus dem Burgund, bei der grossen Neuordnung der Rebberge. Er mag kalk- und granithaltige Böden; Swiss Wine Valais führt seinen Ruf im Unterwallis, zwischen Fully und Martigny, auf das Granitgestein zurück, wie in den Grands Crus des Beaujolais. Im Burgund liess ihn Herzog Philipp der Kühne im Mittelalter ausreissen und nannte ihn eine «gemeine und treulose Pflanze».

Wozu passt Gamay?

Wählen Sie einfache Gerichte. Swiss Wine Promotion empfiehlt ihn zu Geflügel, Aufschnittplatten, Weichkäse wie Brie oder Tomme, Pilzen und Quiches. Mit wenig Tannin wird er neben Käse nicht hart, und seine Säure erfrischt nach dem Fett des Aufschnitts.

Unsere Ratgeber nennen ihn als Rotwein im Glas zu Fondue und Raclette, zum Fondue chinoise und für Glühwein, der einen fruchtigen, tanninarmen Rotwein braucht.

Welche Trinktemperatur, und wie lange lagern?

Servieren Sie ihn bei 15 bis 17 °C, wie es Swiss Wine Promotion empfiehlt: leicht kühl, damit die Frucht erhalten bleibt. Nehmen Sie ihn lieber etwas vor dem Essen aus dem Keller oder Kühlschrank, statt ihn zimmerwarm zu servieren.

Trinken Sie ihn jung: Gamay ist meist ein bis drei Jahre nach der Abfüllung am besten. Hochwertige Weine halten unter guten Bedingungen fünf bis zehn Jahre oder länger.

Rebfläche in der Schweiz

Gamay: offizielle Zahlen 2025

Rebfläche in der Schweiz
1'020,9 ha
Anteil an der Schweizer Rebfläche
7,1 %
Rang unter den roten Sorten
3. von 172
Gamay: Fläche nach Kanton
KantonFläche
Wallis433,0 ha42,4 %
Waadt310,8 ha30,4 %
Genf275,1 ha26,9 %
Freiburg1,3 ha0,1 %
Bern0,4 ha< 0,1 %
Neuenburg0,1 ha< 0,1 %
3 weitere Kantone0,1 ha< 0,1 %
Quelle: Bundesamt für Landwirtschaft (BLW), «L’anno viticolo 2025», Statistiche vitivinicole, Stand November 2025. Hektaren auf eine Dezimale gerundet (publiziert in Aren). Anteile von Helvitic berechnet, zuerst auf die gesamte Schweizer Rebfläche (14'431,0 ha), dann auf die Schweizer Fläche der Sorte. Rang gemäss Sortenliste des BLW. Statistik lesen (PDF auf Italienisch)
Gamay auf einen Blick. Geschmack: Kirsche, Himbeere, Erdbeere. Servieren: 15 bis 17 °C. Lagerung: 1 bis 3 Jahre. Region: Wallis, Waadt, Genf. Passt zu: Geflügel, Aufschnitt, Brie oder Tomme.
Foto mit KI erzeugt

Das Wichtigste

  • Leichter, fruchtiger Rotwein: Kirsche, Himbeere, Erdbeere, lebhafte Säure, wenig Tannin.
  • Dritthäufigste rote Sorte der Schweiz, fast nur im Wallis, in der Waadt und in Genf.
  • Ein Nachkomme des Pinot Noir und mit ihm in Dôle und Salvagnin.
  • Passt zu Geflügel, Aufschnitt, Brie, Tomme und Pilzen.
  • Bei 15 bis 17 °C servieren, innert ein bis drei Jahren trinken.
  • Auf Helvitic kaufen Sie direkt beim Weingut, sobald die Bestellungen offen sind.

Häufige Fragen: Gamay

Was ist Gamay?

Eine rote Traubensorte aus dem Burgund. In der Schweiz ergibt sie leichte, fruchtige Rotweine, vor allem im Wallis, in der Waadt und in Genf.

Ist Dôle dasselbe wie Gamay?

Nein. Gamay ist eine Traubensorte; Dôle ist ein Walliser Wein, eine Assemblage aus Pinot Noir und Gamay.

Welcher Käse passt zu Gamay?

Weichkäse wie Brie oder Tomme, empfiehlt Swiss Wine Promotion. Die frische Frucht des Gamay passt zu ihrer Milde.

Gibt es Gamay als Rosé?

Ja. Gamay wird vor allem als Rotwein gekeltert, aber auch als Rosé und sogar als Schaumwein, laut Swiss Wine Promotion.

Quellen