Servieren Sie einen Gamay leicht gekühlt zu Geflügel, Aufschnitt oder Weichkäse: Der leichte Rotwein duftet nach Kirsche, Himbeere und Erdbeere und hat wenig Tannin. Als dritthäufigste rote Sorte der Schweiz wächst er im Wallis, in der Waadt und in Genf. Auf Helvitic kaufen Sie künftig direkt beim Weingut.
Bestellungen sind möglich, sobald die Online-Zahlung ihre Testphase abgeschlossen hat. Dann verkauft jedes Weingut seine eigenen Flaschen.
Wie schmeckt Gamay?
Gamay ergibt fruchtige, leichte Rotweine, geschätzt für ihre Frische. Swiss Wine Promotion, die Organisation zur Förderung der Schweizer Weine, nennt Kirsche, Himbeere und Erdbeere, oft mit einem Hauch Pfeffer oder Veilchen.
Die Säure ist ausgeprägt, die Tannine sind leicht: Er macht den Mund kaum trocken. Swiss Wine Valais, der Branchenverband der Walliser Weine, beschreibt eine violette Farbe und einen saftigen, fröhlichen Wein mit lebhafter Frucht ohne Schwere.
Gamay oder Pinot Noir: Was ist der Unterschied?
Gamay stammt vom Pinot Noir ab: DNA-Analysen von 1999 zeigen eine natürliche Kreuzung aus Pinot Noir und Gouais Blanc. Laut Swiss Wine Promotion hat er oft eine blumigere Nase, eine ausgeprägtere Mineralität und eine etwas lebhaftere Säure als der elegantere, komplexere Pinot Noir.
Dank höherer Erträge ist er meist günstiger. Beide Sorten finden sich in der Dôle, dem Walliser Rotwein aus Pinot Noir und Gamay, und im Salvagnin, einem Waadtländer Rotwein. Unsere Seite zum Pinot Noir stellt die andere Sorte der Dôle vor.
Wo wächst Gamay in der Schweiz?
Fast nur in der Westschweiz. Gemäss Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) ist er die dritthäufigste rote Sorte des Landes; praktisch die ganze Fläche teilen sich Wallis, Waadt und Genf. Die Grafiken auf dieser Seite zeigen die Zahlen.
Er kam im 19. Jahrhundert aus dem Burgund, bei der grossen Neuordnung der Rebberge. Er mag kalk- und granithaltige Böden; Swiss Wine Valais führt seinen Ruf im Unterwallis, zwischen Fully und Martigny, auf das Granitgestein zurück, wie in den Grands Crus des Beaujolais. Im Burgund liess ihn Herzog Philipp der Kühne im Mittelalter ausreissen und nannte ihn eine «gemeine und treulose Pflanze».
Wozu passt Gamay?
Wählen Sie einfache Gerichte. Swiss Wine Promotion empfiehlt ihn zu Geflügel, Aufschnittplatten, Weichkäse wie Brie oder Tomme, Pilzen und Quiches. Mit wenig Tannin wird er neben Käse nicht hart, und seine Säure erfrischt nach dem Fett des Aufschnitts.
Unsere Ratgeber nennen ihn als Rotwein im Glas zu Fondue und Raclette, zum Fondue chinoise und für Glühwein, der einen fruchtigen, tanninarmen Rotwein braucht.
Welche Trinktemperatur, und wie lange lagern?
Servieren Sie ihn bei 15 bis 17 °C, wie es Swiss Wine Promotion empfiehlt: leicht kühl, damit die Frucht erhalten bleibt. Nehmen Sie ihn lieber etwas vor dem Essen aus dem Keller oder Kühlschrank, statt ihn zimmerwarm zu servieren.
Trinken Sie ihn jung: Gamay ist meist ein bis drei Jahre nach der Abfüllung am besten. Hochwertige Weine halten unter guten Bedingungen fünf bis zehn Jahre oder länger.