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Garanoir, der fruchtige Bruder des Gamaret

Ein geschmeidiger Rotwein aus Pully, nur in der Schweiz angebaut

Reife, schwarze Garanoir-Trauben am Rebstock Ende August, vor der Weinlese
Foto: Sdnegel, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Lizenz)
Auf dieser Seite
  1. Wie schmeckt Garanoir?
  2. Woher kommt Garanoir?
  3. Wo wächst Garanoir?
  4. Wozu passt Garanoir?
  5. Rebfläche in der Schweiz
  6. Das Wichtigste
  7. Häufige Fragen: Garanoir

Öffnen Sie einen Garanoir zu Grilliertem oder zum Fondue chinoise mit Fisch: Der farbintensive Schweizer Rotwein ist fruchtig und geschmeidig, weniger würzig als sein Bruder Gamaret. Die Sorte entstand 1970 in Pully, wächst nur in der Schweiz und vor allem in der Waadt und in Genf. Auf Helvitic kaufen Sie künftig direkt beim Weingut.

Bestellungen sind möglich, sobald die Online-Zahlung ihre Testphase abgeschlossen hat. Dann verkauft jedes Weingut seine eigenen Flaschen.

Wie schmeckt Garanoir?

Swiss Wine Promotion, die Organisation zur Förderung der Schweizer Weine, beschreibt ihn als farbintensiv, fruchtig und geschmeidig. Er ist fruchtiger, weniger konzentriert und weniger würzig als der Gamaret, bringt aber Farbe und Tannine in Assemblagen, also Weine aus mehreren Sorten.

Seine kräftige Farbe stammt aus der Maischegärung: Der Saft bleibt mit den Traubenschalen in Kontakt, die die Farbstoffe enthalten. Dem Garanoir fehlt manchmal etwas Säure, die Frische, die den Mund wässrig macht. Er wird als Rotwein gekeltert, sortenrein oder oft mit Gamaret, und auch als Rosé.

Woher kommt Garanoir?

Er entstand 1970 in Pully, auf der Domaine de Caudoz von Agroscope, dem Kompetenzzentrum des Bundes für landwirtschaftliche Forschung. Sein Züchter André Jaquinet schuf auch den Diolinoir. Wie der Gamaret stammt der Garanoir aus einer Kreuzung von Gamay und Reichensteiner, einer weissen deutschen Sorte.

Gesucht war eine früh reifende rote Sorte, ähnlich wie Pinot Noir und Gamay, aber widerstandsfähiger gegen Graufäule. Sie hiess zuerst Gastar, dann Granoir und schliesslich Garanoir, ein Fantasiename. Seit 1990 ist sie im Handel.

Wo wächst Garanoir?

Nur in der Schweiz, laut Swiss Wine Promotion. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) führt ihn als fünfthäufigste rote Sorte des Landes. Die Waadt hat mehr als die Hälfte der Fläche, Genf etwa einen Fünftel; dann folgt das Wallis, und einige Hektaren verteilen sich auf viele weitere Kantone.

Er reift früh und widersteht gut der Graufäule, einem Schimmel, der reife Trauben bei feuchtem Wetter verdirbt. Die Grafiken auf dieser Seite zeigen die Flächen nach Kanton.

Wozu passt Garanoir?

Servieren Sie ihn zu grilliertem Fleisch, wie es Swiss Wine Promotion vorschlägt, oder zu einem Dessert mit dunkler, gewürzter Schokolade. Seine weichen Tannine überdecken ein einfaches Gericht nicht.

Zum Fondue chinoise mit Fisch empfiehlt Rodrigo Banto, Önologe der Cave de la Côte, in einem von Lucul veröffentlichten Gespräch Weiss- oder Roséwein oder einen sehr leichten Rotwein wie den Garanoir. Unsere Seite zum Gamaret stellt seinen kräftigeren Bruder vor.

Rebfläche in der Schweiz

Garanoir: offizielle Zahlen 2025

Rebfläche in der Schweiz
219,8 ha
Anteil an der Schweizer Rebfläche
1,5 %
Rang unter den roten Sorten
5. von 172
Garanoir: Fläche nach Kanton
KantonFläche
Waadt123,6 ha56,2 %
Genf46,3 ha21,0 %
Wallis18,3 ha8,3 %
Neuenburg10,3 ha4,7 %
Freiburg4,2 ha1,9 %
Aargau4,0 ha1,8 %
11 weitere Kantone13,2 ha6,0 %
Quelle: Bundesamt für Landwirtschaft (BLW), «L’anno viticolo 2025», Statistiche vitivinicole, Stand November 2025. Hektaren auf eine Dezimale gerundet (publiziert in Aren). Anteile von Helvitic berechnet, zuerst auf die gesamte Schweizer Rebfläche (14'431,0 ha), dann auf die Schweizer Fläche der Sorte. Rang gemäss Sortenliste des BLW. Statistik lesen (PDF auf Italienisch)
Garanoir auf einen Blick. Geschmack: Fruchtig, geschmeidig, wenig würzig. Herkunft: Agroscope, Pully, 1970. Im Rebberg: Früh reifend, widerstandsfähig gegen Graufäule. Region: Nur in der Schweiz, vor allem in der Waadt. Passt zu: Grilliertes, Fondue chinoise mit Fisch, Dunkle Schokolade.
Foto mit KI erzeugt

Das Wichtigste

  • Farbintensiver, fruchtiger, geschmeidiger Rotwein, weniger würzig als der Gamaret.
  • Kreuzung Gamay × Reichensteiner, 1970 in Pully gezüchtet, seit 1990 im Handel.
  • Nur in der Schweiz: mehr als die Hälfte in der Waadt, etwa ein Fünftel in Genf.
  • Früh reifend und widerstandsfähig gegen Graufäule.
  • Passt zu Grilliertem, zum Fondue chinoise mit Fisch und zu dunkler Schokolade.
  • Auf Helvitic kaufen Sie direkt beim Weingut, sobald die Bestellungen offen sind.

Häufige Fragen: Garanoir

Garanoir oder Gamaret?

Zwei Brüder aus derselben Kreuzung. Der Garanoir ist fruchtiger und geschmeidiger, der Gamaret würziger und tanninreicher. Oft werden sie assembliert.

Ist Garanoir eine PIWI-Sorte?

Nein. Er widersteht gut der Graufäule, aber nicht dem Falschen und Echten Mehltau. Eine PIWI-Sorte im heutigen Sinn ist zum Beispiel der Divico.

Gibt es Garanoir als Rosé?

Ja. Garanoir wird als Rot- oder Roséwein gekeltert. Für den Rosé bleibt der Saft nur kurz mit den Schalen in Kontakt, daher die helle Farbe.

Quellen