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Syrah, der pfeffrige Rotwein aus dem Wallis

Eine Sorte aus dem Rhonetal, 1921 in Leytron gepflanzt

Reife Syrah-Traube am Rebstock, die schwarzen Beeren mit feinem Duftfilm, in einem Rebberg in Kalifornien
Foto: Hahn Family Wines, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons (Lizenz)
Auf dieser Seite
  1. Wie schmeckt Syrah?
  2. Warum wächst Syrah vor allem im Wallis?
  3. Wozu passt Syrah?
  4. Wie lange kann man Syrah lagern?
  5. Rebfläche in der Schweiz
  6. Das Wichtigste
  7. Häufige Fragen: Syrah

Trinken Sie eine Walliser Syrah zu grilliertem rotem Fleisch oder Lammgigot: Der farbintensive Rotwein duftet nach schwarzem Pfeffer und Veilchen und hat straffe Tannine. Die Sorte kam 1921 aus dem Rhonetal ins Wallis, wo heute der grösste Teil der Schweizer Syrah wächst. Auf Helvitic kaufen Sie künftig direkt beim Weingut.

Bestellen können Sie noch nicht: Die Online-Zahlung ist in der Testphase. Danach verkauft jedes Weingut seine eigenen Flaschen.

Wie schmeckt Syrah?

Syrah ergibt einen dunklen, purpurroten Wein mit violetten Reflexen. Swiss Wine Promotion, die Organisation zur Förderung der Schweizer Weine, beschreibt Noten von Gewürzen, schwarzem Pfeffer und Waldbeeren. Swiss Wine Valais, der Branchenverband der Walliser Weine, nennt zudem Veilchen, Gewürznelke und Muskatnuss.

Am Gaumen hat sie straffe, feine Tannine. Tannine stammen aus der Traubenhaut: Sie machen den Mund leicht trocken und geben dem Wein Halt. Steht «Barrique» auf der Etikette, ist der Wein vor der Abfüllung in einem kleinen Eichenfass gereift, und das Holz prägt seinen Geschmack.

Warum wächst Syrah vor allem im Wallis?

Die Sorte stammt aus dem nördlichen Rhonetal in Frankreich. Laut Swiss Wine Promotion entstand sie im Département Isère aus einer natürlichen Kreuzung von Dureza und Mondeuse Blanche und ist 1781 am Hügel von Hermitage belegt. Ihr Name kommt wohl vom lateinischen serus, «spät»: Sie reift spät und braucht Wärme.

1921 pflanzte die Domaine de l’État in Leytron die ersten Syrah-Reben im Wallis. Die Sorte passte sich dem trockenen, heissen und windigen Klima an. Laut Swiss Wine Valais schätzen die Winzerinnen und Winzer ihre Regelmässigkeit: Sie ist wenig anfällig für Krankheiten und macht im Keller kaum Überraschungen.

Heute stehen gemäss Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) mehr als vier von fünf Hektaren Schweizer Syrah im Wallis. Auch in der Waadt und in Genf wächst sie, an den sonnigsten Lagen. Die Grafiken auf dieser Seite zeigen die Flächen nach Kanton.

Wozu passt Syrah?

Servieren Sie sie zu grilliertem rotem Fleisch, Lammgigot oder Lammbraten. Tannine und Pfeffernoten halten Fett und Röstaromen stand, wo ein leichter Rotwein blass wirken würde. Swiss Wine Promotion nennt auch Pasta und sogar ein Schokoladendessert.

Swiss Wine Valais empfiehlt Pastete im Teig, mit Dörrpflaumen gefüllte Wachtel, Alpkäse und Pilzgerichte. In unseren Ratgebern steht Syrah beim Hirsch und beim Wildschwein sowie beim Fondue chinoise mit viel Rind oder Pferd.

Wie lange kann man Syrah lagern?

Swiss Wine Promotion nennt für die besten Jahrgänge ein Lagerpotenzial von fünf bis zehn Jahren. Wenn Sie warten möchten, lagern Sie die Flasche liegend, kühl und dunkel.

Trinktemperatur und Dekantieren nach Weinstil erklärt unser Ratgeber zum richtigen Servieren. Unsere Seiten zum Gamaret und zum Diolinoir stellen zwei weitere farbintensive Rotweine aus der Westschweiz vor.

Rebfläche in der Schweiz

Syrah: offizielle Zahlen 2025

Rebfläche in der Schweiz
213,3 ha
Anteil an der Schweizer Rebfläche
1,5 %
Rang unter den roten Sorten
6. von 172
Syrah: Fläche nach Kanton
KantonFläche
Wallis174,5 ha81,8 %
Waadt16,1 ha7,5 %
Genf14,6 ha6,8 %
Tessin2,4 ha1,1 %
Graubünden1,7 ha0,8 %
Bern1,0 ha0,5 %
7 weitere Kantone3,1 ha1,4 %
Quelle: Bundesamt für Landwirtschaft (BLW), «L’anno viticolo 2025», Statistiche vitivinicole, Stand November 2025. Hektaren auf eine Dezimale gerundet (publiziert in Aren). Anteile von Helvitic berechnet, zuerst auf die gesamte Schweizer Rebfläche (14'431,0 ha), dann auf die Schweizer Fläche der Sorte. Rang gemäss Sortenliste des BLW. Statistik lesen (PDF auf Italienisch)
Syrah auf einen Blick. Geschmack: Schwarzer Pfeffer, Veilchen, Waldbeeren. Lagerung: 5 bis 10 Jahre in den besten Jahrgängen. Herkunft: Seit 1921 im Wallis. Region: Wallis: über 4 von 5 Hektaren. Passt zu: Grilliertes rotes Fleisch, Lamm, Alpkäse.
Foto mit KI erzeugt

Das Wichtigste

  • Dunkler, würziger Rotwein: schwarzer Pfeffer, Veilchen, Waldbeeren, straffe Tannine.
  • Aus dem Rhonetal, seit 1921 im Wallis; dort stehen mehr als vier von fünf Hektaren.
  • Passt zu grilliertem rotem Fleisch, Lamm, Pastete, Alpkäse und Wild.
  • Fünf bis zehn Jahre Lagerpotenzial in den besten Jahrgängen, laut Swiss Wine Promotion.
  • Auf Helvitic kaufen Sie direkt beim Weingut, sobald die Bestellungen offen sind.

Häufige Fragen: Syrah

Ist Syrah eine Walliser Sorte?

Nein. Sie stammt aus dem französischen Rhonetal und kam erst 1921 ins Wallis, auf die Domaine de l’État in Leytron. Heute wächst aber der grösste Teil der Schweizer Syrah im Wallis, gemäss BLW.

Wie spricht man Syrah aus?

Französisch, also «Si-ra», mit Betonung auf der zweiten Silbe. Das h bleibt stumm.

Syrah oder Shiraz: Was ist der Unterschied?

Bei der Traube keiner: Es ist dieselbe Sorte. In Australien, Südafrika, den USA und Kanada heisst sie Shiraz. Laut Swiss Wine Valais sind australische Shiraz oft sehr konzentriert, mit Noten von Cassis und Eukalyptus.

Wo kann man Walliser Syrah kaufen?

Direkt bei den Walliser Weingütern. Auf Helvitic verkauft jedes Weingut seine eigenen Flaschen; Bestellungen sind möglich, sobald die Online-Zahlung ihre Testphase abgeschlossen hat.

Quellen