Wählen Sie einen Gamaret zu Braten oder Schmorgerichten: Der purpurrote Schweizer Rotwein duftet nach Gewürzen und schwarzen Früchten und hat kräftige Tannine. Die Sorte entstand 1970 in Pully und wächst vor allem in der Waadt, in Genf und im Wallis, oft in Assemblagen. Auf Helvitic kaufen Sie künftig direkt beim Weingut.
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Wie schmeckt Gamaret?
Swiss Wine Promotion, die Organisation zur Förderung der Schweizer Weine, beschreibt eine purpurrote Farbe, würzige Aromen und kräftige Tannine. Swiss Wine Valais, der Branchenverband der Walliser Weine, spricht von einem sehr farbintensiven, dichten und körperreichen Wein mit Aromen von schwarzen Früchten.
Die Tannine, Stoffe aus der Traubenhaut, die den Mund leicht trocken machen, sind beim Gamaret etwas körnig. Sortenrein wird er meist im Barrique ausgebaut, also vor der Abfüllung in einem kleinen Eichenfass gereift.
Woher kommt Gamaret?
Er entstand 1970 in Pully, am Standort von Agroscope, dem Kompetenzzentrum des Bundes für landwirtschaftliche Forschung. Gekreuzt wurden Gamay und Reichensteiner, eine weisse deutsche Sorte. Ziel war laut Swiss Wine Promotion eine Traube wie der Gamay, aber widerstandsfähiger und farbintensiver.
Der Züchter André Jaquinet führte sie zuerst unter der Nummer B 13. 1990 getauft und in den Handel gebracht, hat der Gamaret zwei Brüder aus derselben Kreuzung: Garanoir und Mara. Seither wird er auch im Aostatal (seit 1999) und im Beaujolais (seit 2008) angebaut.
Wo wächst Gamaret, und mit welchen Sorten wird er assembliert?
Gemäss Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) ist er die vierthäufigste rote Sorte der Schweiz. Mehr als acht von zehn Hektaren stehen in der Waadt, in Genf und im Wallis. Die Grafiken auf dieser Seite zeigen die Flächen nach Kanton.
Agroscope dachte ihn zuerst als Farbgeber für Assemblagen, also Weine aus mehreren Sorten. Er harmoniert mit Pinot Noir, Gamay und seinem Bruder Garanoir. Laut Swiss Wine Valais überzeugt er aber auch sortenrein.
Ist Gamaret eine PIWI-Sorte?
Nur teilweise. Agroscope wählte ihn wegen der Qualität seiner Weine und seiner Widerstandskraft gegen Graufäule aus, einen Schimmel, der reife Trauben bei feuchtem Wetter befällt. Gegen Falschen und Echten Mehltau ist er nicht resistent, er ist also keine PIWI-Sorte (pilzwiderstandsfähige Sorte) im heutigen Sinn.
Diese Züchtungsarbeit begann laut Agroscope erst 1996. Sie führte 2013 zum Divico, dessen einer Elternteil der Gamaret ist.
Wozu passt Gamaret?
Servieren Sie ihn zu grilliertem, gebratenem oder geschmortem Fleisch, wie es Swiss Wine Promotion empfiehlt. Seine kräftigen Tannine brauchen Biss und Saft; ein feines Gericht würde er übertönen. Zum Dessert passt er zu dunkler Schokolade oder roten Beeren.
Unser Ratgeber zum Fondue chinoise nennt ihn mit Syrah und Merlot für viel Rind oder Pferd. Seine farbintensiven, strukturierten Weine vertragen eine gewisse Lagerung.